41
Fußball
Trikotsatz, Stutzen, Torwartausrüstung, Bälle: die Sportart mit den meisten Vorgaben und dem größten Bedarf.
Abschnitt 40 · Sportarten
Blätter 5
Ausgabe immergültig
Zwischen den Sportarten unterscheidet sich weniger, als es wirkt: Gewebe, Druckverfahren, Größenläufe und Pflege sind praktisch identisch. Was abweicht, sind einzelne Teile und die Vorgaben der Verbände, und genau die stehen hier getrennt.
Jedes Blatt beantwortet eine Entscheidung, die bei der Beschaffung ohnehin ansteht.
41
Trikotsatz, Stutzen, Torwartausrüstung, Bälle: die Sportart mit den meisten Vorgaben und dem größten Bedarf.
42
Harzfeste Gewebe, Torwarthose, Bälle in drei Größen und die Kennzeichnung des Torhüters.
43
Hallensport: Nummernvorgaben, Knieschützer, Hallenschuhe und warum Trikots hier enger sitzen.
44
Judoanzug, Karategi, Gürtel und Gewichtsklassen: die Sportart, in der der Anzug selbst reglementiert ist.
45
Singlet und Startnummer, Badeanzug und Badekappe, DLRG-Ausstattung: Einzelsport statt Mannschaftssatz.
Fünf Punkte, die von der Textiltechnik bestimmt werden und nicht vom Spiel.
01
Polyester in seinen Varianten dominiert überall, weil Feuchtetransport in jeder Halle und auf jedem Platz dieselbe Anforderung ist.
02
Flock, Flex, Sublimation, Siebdruck und Transfer verhalten sich sportartunabhängig gleich: dieselben Standzeiten, dieselben Waschregeln.
03
Konfektionsgrößen und ihre Abweichungen zwischen Herstellern betreffen jede Sportart identisch.
04
Nie über 30 Grad, kein Weichspüler, kein Trockner. Gilt für ein Judogi so wie für ein Fußballtrikot, auch wenn das Material verschieden ist.
05
Menge, Bindung, Druck, Farbe: die Reihenfolge, die über den Preis entscheidet, ist überall dieselbe.
Für Mehrspartenvereine
Präsentations- und Casual-Kleidung lässt sich über alle Abteilungen gemeinsam bestellen: Versand fällt einmal an, Rüstkosten im Siebdruck werden geteilt. Spielkleidung nicht, weil Schnitt und Vorgaben je Sportart abweichen.
Die Einzelheiten stehen auf den Blättern darunter. Nebeneinander stehen sie nur hier, und nebeneinander sieht man, dass die Unterschiede an vier Stellen sitzen und sonst nirgends.
| Sportart | Spielkleidung | Was es nur hier gibt | Zweiter Satz | Wer zahlt |
|---|---|---|---|---|
| Fußball | Trikot, Hose, Stutzen | Stutzen als eigenes Teil, Torwartgarnitur mit langer Hose | zwei, praktisch immer | Verein, als Satz |
| Handball | Trikot, Hose | harzfestes, dichteres Gewebe und engerer Schnitt | zwei, wenn der Verband es verlangt | Verein, als Satz |
| Volleyball und Basketball | enges Trikot, Hose je nach Sportart | Knieschützer, im Volleyball die Libero-Garnitur | zwei in unterschiedlicher Helligkeit | Verein, als Satz |
| Kampfsport | Anzug und Gürtel | der Anzug selbst ist reglementiert, nicht nur seine Kennzeichnung | keiner, Einzelstücke | überwiegend die Sportlerin oder der Sportler |
| Leichtathletik und Wassersport | Singlet, Badeanzug, Badekappe | Startnummernhalter statt Aufdruck | keiner, Einzelstücke | Verein stellt die Erkennbarkeit, den Rest die Person |
Fünf Regelwerke, ein Register
Für jede Sportart gilt ein eigenes Regelwerk, und keines davon steht in der Spielordnung der anderen. Wer die verbindliche Fassung sucht, sucht hier:
Warum an der Spitze dieser Kette keine Zentimeterzahl steht, erklärt der Abschnitt Regeln.
Wer eine Beschaffung zum ersten Mal führt, erwartet fünf verschiedene Welten und findet eine. Das Gewebe ist überall Polyester in einer seiner Varianten, weil Feuchtetransport in der Halle dieselbe Anforderung ist wie auf dem Platz. Die Druckverfahren verhalten sich sportartunabhängig: ein Flockname altert an einem Volleyballtrikot genauso wie an einem Fußballtrikot, und beide vertragen keinen Trockner. Die Größenläufe sind dieselben, samt derselben Abweichungen zwischen Herstellern. Was übrig bleibt, sind einzelne Teile und einzelne Vorgaben.
Das ist keine Nebensächlichkeit, sondern die praktische Auskunft dieses Abschnitts: ein Verein, der für eine Abteilung gelernt hat, wie eine Bestellung läuft, muss für die nächste nicht von vorn anfangen. Übertragbar ist alles, was mit Textil und Druck zu tun hat: Verfahren, Preisbildung, Größen, Pflege. Neu zu klären ist nur, was in der Spalte „Was es nur hier gibt“ steht.
Genauso überträgt sich die Reihenfolge. Menge vor Bindung, Bindung vor Druck, Druck vor Farbe. Diese Kette entscheidet über den Preis, und sie entscheidet in jeder Sportart gleich, weil sie an den Rüstkosten hängt und nicht am Spiel. Wer sie einmal für die Fußballabteilung durchgerechnet hat, rechnet sie für die Handballabteilung mit denselben Formeln und anderen Zahlen; die Werkzeuge machen dabei keinen Unterschied zwischen den Sportarten, weil es keinen gibt.
Die Spielordnungen der Verbände sind ausführlich, und der größte Teil davon zielt auf den bezahlten Spielbetrieb. Im Kreis- und Bezirksbereich bleibt davon weniger übrig, als der Umfang der Texte vermuten lässt: erkennbare Nummern, unterscheidbare Farben zwischen den Mannschaften und, je nach Verband, ein zweiter Satz. Alles Weitere, also Schriftart, Nummernhöhe und Position eines Vereinswappens, ist im Amateurbereich meist Empfehlung und wird als Vorschrift verkauft.
Der Unterschied ist nicht akademisch, sondern kostet Geld. Ein Satz mit Spielernamen ist teurer als einer ohne, und vorgeschrieben ist er im Amateurbereich nirgends. Eine zweite Druckfarbe verdoppelt die Rüstkosten im Siebdruck, ohne dass eine Ordnung sie verlangt. Wer die Vorgabe kennt, kann entscheiden, was er zusätzlich möchte; wer sie nicht kennt, bestellt vorsichtshalber das Vollprogramm.
Deshalb steht auf jedem der fünf Blätter dieselbe Unterscheidung: was der Verband verlangt, was der Handel dazu anbietet und was der Verein wirklich braucht. Der allgemeine Teil dieser Frage, also Farben, Werbeflächen, Nummern und Ausrüsterwechsel, steht im Abschnitt Regeln und gilt für alle Sportarten zugleich. Und weil eine Vorgabe erst dann eine Entscheidung wird, wenn sie eine Zahl bekommt, gehört der Kostenrechner daneben: er zeigt, was ein zusätzlicher Druckposten über einen ganzen Kader hinweg tatsächlich ausmacht.
Weniger als erwartet. Gewebe, Druckverfahren, Größenläufe und Pflege sind praktisch identisch, weil sie von der Textiltechnik bestimmt werden und nicht vom Spiel. Was sich unterscheidet, sind einzelne Teile: Harzfestigkeit im Handball, Knieschützer in der Halle, der reglementierte Anzug im Kampfsport, dazu die Vorgaben der jeweiligen Verbände.
Fußball, weil dort die Spielordnungen am detailliertesten sind und die meisten Mannschaften betroffen sind. Kampfsport hat die strengste Einzelvorgabe, weil dort der Anzug selbst normiert ist statt nur seine Kennzeichnung.
Bei Trainingskleidung, Taschen und Präsentationswear ja, und dort lohnt eine gemeinsame Bestellung über alle Abteilungen: Versand einmal, Rüstkosten geteilt. Bei Spielkleidung nein, weil Schnitt und Vorgaben je Sportart abweichen.
Für Präsentation und Casual ja, und es ist die günstigste Lösung für ein gemeinsames Vereinsbild. Für Spielkleidung meist nicht, weil nicht jede Kollektion Trikots für Handball, Volleyball und Fußball gleichzeitig führt. Welche Merkmale dabei zählen, steht unter Teamwear-Kollektionen.
Ja. Kosten, Druckpreise, Größen, Farbkollision und Nummernplan hängen an Stückzahl, Verfahren und Maßen, nicht an der Sportart. Nur die Nummerierungsvorgaben unterscheiden sich in Details, und die stehen auf den jeweiligen Blättern.
Der Bedarf entsteht individuell statt als Satz. In Leichtathletik und Schwimmen kauft überwiegend die Sportlerin oder der Sportler selbst, und der Verein liefert Vereinskleidung plus Startnummernhalter. Das verschiebt den Vereinsshop von der Sammelbestellung zum dauerhaften Angebot; siehe Vereinsshop.