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Trikot
Ärmellos oder kurzarm, enger geschnitten als im Fußball. Muss Harzkontakt aushalten, weil jeder Zweikampf Harz überträgt.
Blatt 42 · Sportarten
Ausgabe immergültig
Weiße Ausfertigung · Durchschlag rosa
Handball unterscheidet sich von den übrigen Mannschaftssportarten an einem Punkt, der alles andere beeinflusst: Harz. Es bestimmt Gewebe, Schnitt, Waschregeln und die Lebensdauer eines Satzes, und es ist der Grund, warum Handballtrikots enger und dichter sind.
Die ersten vier beschafft der Verein als Satz, die letzten zwei kaufen Spieler individuell.
01
Ärmellos oder kurzarm, enger geschnitten als im Fußball. Muss Harzkontakt aushalten, weil jeder Zweikampf Harz überträgt.
02
Kurz und eng, damit sie im Zweikampf nicht greifbar ist. Verschleißt an den Oberschenkeln durch Harzkontakt.
03
Farblich von beiden Feldspielersätzen abweichend, langärmlig üblich. Die Kennzeichnung des Torhüters ist Pflicht.
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Lang, an Knie und Hüfte gepolstert. Anders als im Fußball praktisch Standard, weil im Hallenboden gerutscht wird.
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Kein Pflichtteil, aber in der Halle verbreitet. Wird individuell gekauft, nicht als Satz.
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Nicht abfärbende Sohle ist in fast jeder Halle Hausrecht. Wird immer individuell beschafft.
Die Umfänge sind international definiert, die Zuordnung zur Altersklasse legt der Landesverband fest.
| Größe | Umfang | Wofür |
|---|---|---|
| Größe 0 | etwa 46–49 cm | Minis, spielerischer Einstieg |
| Größe 1 | etwa 50–52 cm | weibliche und männliche Jugend D und C |
| Größe 2 | etwa 54–56 cm | Frauen und männliche Jugend B |
| Größe 3 | etwa 58–60 cm | Männer und männliche Jugend A |
Das Regelwerk im Handball
Für Ausstattung und Kennzeichnung gelten die Internationalen Handballregeln in der deutschen IHF-Fassung und das IHF-Ausrüstungsreglement; beide veröffentlicht der DHB in seinem Regelwerk. Was in Deutschland davon abweicht, steht in den DHB-Zusatzbestimmungen unter Satzung und Ordnungen. Für den Spielbetrieb der eigenen Liga gilt zusätzlich die Spielordnung des Landesverbands.
In den meisten Sportarten begrenzt der Druck die Lebensdauer eines Satzes und das Gewebe hält länger. Im Handball ist es umgekehrt. Harz gelangt bei jedem Zweikampf vom Ball über die Hände auf das Trikot, bleibt in der Faser und lässt sich nicht restlos auswaschen; behandelte Stellen werden mit der Zeit steif und dunkler. Das ist keine Frage der Pflege, sondern eine Eigenschaft des Spiels, und sie macht die Trikots zum begrenzenden Teil.
Für die Beschaffung folgt daraus dreierlei. Erstens: dichtes Gewebe vor offenem Mesh, weil eine geschlossene Fläche weniger Harz aufnimmt, und der Komfortverlust ist geringer als der Gewinn an Lebensdauer. Zweitens: mehr Reserve als in anderen Sportarten, weil ein Satz eher zwei bis drei als drei bis vier Saisons hält und der Bedarf damit früher entsteht. Drittens: Restposten für Spielsätze sind hier noch weniger sinnvoll als im Fußball, weil die kürzere Lebensdauer die Wahrscheinlichkeit erhöht, innerhalb der Nutzungszeit nachbestellen zu müssen.
Bei der Wäsche kommt es auf Geschwindigkeit an, nicht auf Temperatur. Harz härtet aus, und ein Satz, der bis Dienstag in der Kiste liegt, lässt sich schlechter reinigen als einer, der am Sonntagabend in die Maschine geht. Heißes Wasser hilft dabei nicht, sondern brennt Harzreste eher ein. Die Regeln dazu stehen unter Material und Pflege, und die Frage der Torwartfarbe unter Trikotfarben.
Für die Kalkulation heißt das: im Handball wird der Satz nicht auf vier Jahre gerechnet, sondern auf zwei bis drei, und die Reserve fällt entsprechend größer aus. Wer das von Anfang an einträgt, bekommt eine Zahl je Person, die stimmt.
Harz bleibt in der Faser und lässt sich mit normaler Wäsche nicht vollständig entfernen; behandelte Stellen werden mit der Zeit steif und dunkel. Deshalb sind Handballtrikots enger und aus dichterem Gewebe als Fußballtrikots: eine offene Meshstruktur nimmt Harz stärker auf. Wichtig ist, den Satz noch am Spieltag zu waschen, weil Harz aushärtet.
Bei 30 Grad, links gedreht, ohne Weichspüler und möglichst zügig nach dem Spiel. Für Harzreste gibt es Spezialreiniger, die vor dem Waschgang punktuell aufgetragen werden; heißes Wasser ist kontraproduktiv, weil es Harz eher einbrennt als löst. Die allgemeinen Regeln stehen unter Material und Pflege.
Größe 0 für Minis, Größe 1 im mittleren Jugendbereich, Größe 2 für Frauen und die männliche B-Jugend, Größe 3 für Männer und die A-Jugend. Die genaue Zuordnung legt der jeweilige Landesverband fest; die Umfänge sind international einheitlich definiert.
Ja, er muss sich klar von den Feldspielern beider Mannschaften unterscheiden. Praktisch heißt das ein abweichendes Trikot, meist langärmlig, in einer Farbe, die in keinem der beiden Feldspielersätze vorkommt. Der Prüfer unter Trikotfarben stellt den Torwartsatz gegen beide Mannschaften.
Weil im Handball am Trikot gezogen wird. Ein weites Trikot ist im Zweikampf greifbar und wird dadurch beschädigt, ein enges nicht. Das hat Folgen für die Größenwahl: wer Handballtrikots wie Fußballtrikots nach Wunschweite bestellt, bekommt einen Satz, der eine Nummer zu groß sitzt.
Nein, sie werden individuell gekauft, weil Passform und Polsterdicke Geschmacksfragen sind. Für den Verein sind sie deshalb ein Thema für den Vereinsshop, nicht für den Trikotsatz; siehe Vereinsshop.
Kürzer als im Fußball, weil Harz und Zweikampf zusammen auf das Gewebe wirken. Zwei bis drei Saisons sind realistisch, und begrenzend ist hier tatsächlich das Gewebe und nicht der Druck, anders als in den meisten anderen Sportarten.
Für Trainingskleidung und Torwartausrüstung ja. Für Spielsätze noch weniger als im Fußball, weil die Lebensdauer kürzer ist und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, innerhalb der Nutzungszeit nachbestellen zu müssen, was bei einem Auslaufmodell nicht möglich ist.
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