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Kein Satz, sondern Einzelstücke
Der Bedarf entsteht pro Person und pro Saison statt einmal für eine Mannschaft. Damit fällt der ganze Nachbestellzwang weg, der Mannschaftssportarten prägt.
Blatt 45 · Sportarten
Ausgabe immergültig
Weiße Ausfertigung · Durchschlag rosa
Im Einzelsport dreht sich die Beschaffung: es gibt keinen Satz, der über Jahre identisch bleiben muss, sondern Einzelstücke pro Person. Der Verein liefert die Erkennbarkeit, also ein Singlet in Vereinsfarben und eine Badekappe mit Aufdruck, und den Rest kaufen Sportler selbst.
Nur die Hälfte davon beschafft der Verein; der Rest ist individuell.
| Teil | Sportart | Hinweis |
|---|---|---|
| Singlet | Leichtathletik | Ärmellos, eng, leicht. Trägt die Vereinsfarben und muss Platz für die Startnummer lassen. |
| Wettkampfhose | Leichtathletik | Kurz und eng. Wird häufiger individuell gekauft als das Singlet, weil Schnitt und Länge Vorlieben sind. |
| Startnummernhalter | Leichtathletik | Ein Gummiband mit Klammern statt Sicherheitsnadeln. Kostet wenig, spart Löcher in jedem Singlet. |
| Badeanzug oder Badehose | Schwimmen | Chlorbeständiges Material ist der einzige Punkt, der wirklich zählt: Polyester hält deutlich länger als Elasthanreiches Gewebe. |
| Badekappe | Schwimmen | Silikon oder Latex, meist mit Vereinsaufdruck. Der günstigste Weg zu einem einheitlichen Vereinsbild. |
| DLRG-Ausstattung | Rettungsschwimmen | Eigene Farbvorgaben und Kennzeichnung, dazu Ausbildungs- und Einsatzkleidung getrennt vom Sport. |
Wo die Vorgaben zur Wettkampfkleidung stehen
Unterhalb der Meisterschaftsebene kommt die Ausschreibung der einzelnen Veranstaltung dazu; sie steht in der Einladung und nicht im Regelwerk.
Sie erklären, warum hier fast alles einfacher ist, außer dem Material im Schwimmen.
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Der Bedarf entsteht pro Person und pro Saison statt einmal für eine Mannschaft. Damit fällt der ganze Nachbestellzwang weg, der Mannschaftssportarten prägt.
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Was zählt, ist die Erkennbarkeit im Wettkampf. Ein Singlet in Vereinsfarben genügt; niemand muss identische Hosen tragen.
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Sie wird pro Wettkampf ausgegeben und nicht gedruckt. Deshalb braucht ein Singlet Fläche für sie, aber keinen Nummerndruck.
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Im Schwimmen begrenzt Chlor die Lebensdauer, nicht die Waschmaschine. Ein chlorbeständiger Anzug hält ein Mehrfaches eines modischen.
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Weil der Bedarf über das Jahr verteilt entsteht, funktioniert hier ein laufendes Angebot besser als eine Frist.
Im Mannschaftssport sind die schwierigen Fragen organisatorisch: Nachbestellbarkeit, Farbe gegen den Gegner, Größen für zwanzig Personen. Im Einzelsport fallen sie fast alle weg. Es gibt keinen Satz, der auseinanderfallen könnte, keine Farbkollision mit einem Gegner und keinen Nummerndruck, weil die Startnummer pro Wettkampf ausgegeben wird. Was bleibt, ist eine einzige Materialentscheidung, und die betrifft das Schwimmen.
Chlor greift Elasthan an, und zwar deutlich schneller als jede Waschmaschine ein Trikot. Ein Anzug mit hohem Elasthananteil sitzt beim Kauf besser und verliert nach einer Saison regelmäßigen Trainings Spannung und Farbe; ein chlorbeständiger Anzug mit hohem Polyesteranteil fühlt sich anfangs weniger geschmeidig an und hält ein Mehrfaches. Für Vereinsschwimmer, die mehrmals wöchentlich im Becken sind, ist das die einzige Entscheidung, die über die Kosten pro Jahr wirklich bestimmt.
Organisatorisch folgt aus der Einzelbeschaffung eine andere Shopform. Weil der Bedarf über das Jahr verteilt entsteht und nicht einmal vor der Saison, funktioniert eine Sammelbestellung mit Frist hier schlecht: wer im Februar ein Singlet braucht, kann nicht bis August warten. Ein dauerhaftes Angebot beim Ausrüster passt deshalb besser, auch wenn es über Endkundenpreise bezahlt wird; die drei Modelle stehen unter Vereinsshop. Für das einheitliche Vereinsbild genügt dabei weniger als im Mannschaftssport: ein Singlet in Vereinsfarben und eine Badekappe mit Aufdruck reichen aus, und beides ist günstig zu bedrucken.
Was der Verein dabei tatsächlich einkauft, ist eine kleine Liste, und sie bleibt über Jahre gleich. Singlets in zwei bis drei Größen als Leihbestand für Neuzugänge, Badekappen in größerer Stückzahl, weil sie verloren gehen und als Werbeträger ohnehin billig sind, und Startnummernhalter, die pro Stück wenig kosten und jedes Jahr vier Löcher pro Singlet verhindern. Alles Übrige, also Schuhe, Spikes, Wettkampfanzüge und Schwimmbrillen, gehört der Person und wird von ihr ersetzt. Diese Trennung sauber aufzuschreiben lohnt sich, weil sonst jede Saison neu verhandelt wird, wer welche Rechnung trägt.
Der einzige Posten, bei dem sich Sparen rächt, ist das Material im Wasser. Ein Badeanzug mit hohem Elasthananteil sitzt anfangs besser und verliert im Chlor binnen einer Saison Spannung und Farbe; chlorbeständiges Polyester fühlt sich zunächst fester an und hält deutlich länger. Für einen Verein, der Wettkampfbekleidung stellt, ist das die einzige Materialentscheidung, die überhaupt eine Rolle spielt.
Praktisch nur das Singlet in Vereinsfarben, dazu optional eine Wettkampfhose. Alles Weitere, also Schuhe, Spikes und Trainingskleidung, kaufen Sportler individuell, weil Passform entscheidend ist. Der Verein liefert die Erkennbarkeit, nicht die komplette Ausrüstung.
Traditionell mit Sicherheitsnadeln, was in jedem Singlet vier Löcher hinterlässt. Ein Startnummernhalter, ein Gummiband mit Klammern, kostet wenig und verhindert das. Für einen Verein, der Singlets über mehrere Jahre nutzt, rechnet sich das nach der zweiten Saison.
Der Materialmix. Anzüge mit hohem Polyesteranteil halten Chlor deutlich besser stand als solche mit viel Elasthan, die schneller ausbleichen und die Spannung verlieren. Für Vereinsschwimmer, die mehrmals wöchentlich trainieren, ist das der einzige Punkt, der die Lebensdauer wirklich bestimmt.
Weil der Bedarf pro Person und über das Jahr verteilt entsteht statt einmal für eine Mannschaft. Damit entfällt der Zwang, dass alle Teile identisch und über Jahre nachbestellbar sein müssen, und ein dauerhafter Vereinsshop passt besser als eine Sammelbestellung mit Frist.
Wie jedes andere Funktionstextil, meist mit Flex oder Sublimation für den Vereinsnamen. Da keine Rückennummer nötig ist, entfällt der teuerste Druckposten der Mannschaftssportarten; die Verfahren stehen unter Trikot bedrucken.
Für Meisterschaften verlangen die Verbände, dass Sportler in den gemeldeten Vereinsfarben starten; daher genügt ein einheitliches Singlet und keine komplette Garnitur. Startnummern und Kennzeichnung regeln die Ausschreibungen der jeweiligen Veranstaltung.
Sie trennt Sport und Einsatz. Für den Schwimmsport gilt dasselbe wie im Vereinsschwimmen, für Ausbildung und Wachdienst gelten eigene Farb- und Kennzeichnungsvorgaben der Organisation. Beide Bereiche werden getrennt beschafft und nicht gemischt.
Bei mehrmals wöchentlichem Chlorkontakt eine bis zwei Saisons, deutlich länger bei chlorbeständigem Polyester. Ausbleichen und Spannungsverlust kommen vor dem mechanischen Verschleiß, und beide sind ein Materialthema, kein Pflegethema.
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