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Wie viele Stück sind wirklich verfügbar?
Nicht die angebotene Menge zählt, sondern die Menge in den Größen, die der Kader braucht. Ein Restposten mit zwanzig Stück in Größe S ist für eine Herrenmannschaft kein Restposten.
Blatt 26 · Ausstattung
Ausgabe immergültig
Weiße Ausfertigung · Durchschlag rosa
Restposten sind bei Vereinskleidung fast immer ein gutes Geschäft, außer bei der einen Warengruppe, bei der es zählt. Auslaufmodelle kommen nicht nach, und das entscheidet, wofür sie taugen: Training, Torwart und Zubehör ja, Spielsätze nur, wenn niemand nachbestellen muss.
Der Unterschied liegt nicht am Preis, sondern an einer Frage: muss in zwei Jahren nachgekauft werden?
| Warengruppe | Urteil | Begründung |
|---|---|---|
| Trainingskleidung | lohnt | Wird nicht im Spielbetrieb getragen, muss also weder einheitlich noch farblich zugelassen sein. Der klassische Fall für Restposten. |
| Torwartausrüstung | lohnt | Ein Torhüter braucht ohnehin ein abweichendes Trikot; dass es aus einer alten Serie stammt, fällt nicht auf und stört keine Regel. |
| Bälle und Zubehör | lohnt | Technische Ware ohne Modejahr. Ein Trainingsball von vor zwei Serien ist derselbe Ball. |
| Taschen und Casual | meist | Wird einzeln gekauft und muss nicht zum Kader passen. Nur beim Vereinswappen aufpassen, wenn Farben abweichen. |
| Spieltrikots für eine Mannschaft | riskant | Genau hier kippt es: der Satz ist heute günstig und in zwei Jahren nicht mehr erweiterbar, weil die Serie ausgelaufen ist. |
| Jugendsätze zum Weitergeben | riskant | Jugendkleidung wächst durch: wer nachrückt, braucht dieselbe Größe in derselben Farbe. Aus einem Restposten kommt sie nicht nach. |
Alle fünf lassen sich in einer Mail an den Anbieter klären, und alle fünf entscheiden über den Nutzen.
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Nicht die angebotene Menge zählt, sondern die Menge in den Größen, die der Kader braucht. Ein Restposten mit zwanzig Stück in Größe S ist für eine Herrenmannschaft kein Restposten.
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Auslaufmodell heißt: es kommt nichts nach. Wer nachbestellen muss, hat die Antwort schon und sollte den Satz nicht als Spielkleidung einplanen.
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Dieselbe Farbbezeichnung fällt zwischen zwei Serien unterschiedlich aus. Zwei Trikots aus verschiedenen Chargen stehen im Flutlicht sichtbar nebeneinander.
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Bei Sublimationsware nein: das Muster ist eingefärbt und ein zusätzliches Motiv sitzt darauf statt darin. Bei glatter Ware in der Regel ja.
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Lagerware altert auch ungetragen: Gummizüge lassen nach, Folienreste am Kragen werden brüchig. Bei mehr als drei Jahren Lager lohnt eine Sichtprüfung vor dem Kauf.
Ein Spielsatz ist die einzige Warengruppe im Verein, die über Jahre identisch bleiben muss. Elf Feldspieler tragen dasselbe Trikot in derselben Farbe, und wer im Februar dazukommt, braucht genau dieses Trikot, nicht ein ähnliches. Ein Auslaufmodell kann das definitionsgemäß nicht leisten: es kommt nichts nach, und was im Lager liegt, ist genau das, was es gibt.
Dazu kommt der Farbton, und der wird regelmäßig unterschätzt. Hersteller führen ihre Hausfarben über Jahre unter derselben Bezeichnung, mischen sie aber zwischen Serien neu ab. Wenn zusätzlich das Gewebe wechselt,, fällt dieselbe Farbe auf Mesh sichtbar anders aus als auf Interlock. Zwei Trikots aus verschiedenen Chargen stehen im Flutlicht direkt nebeneinander auf dem Platz, und dort fällt ein halber Ton mehr auf als im Katalog.
Daraus folgt eine einfache Regel für Restposten: Sie sind hervorragend für alles, was einzeln getragen wird, und schwierig für alles, was als Satz auftritt. Trainingskleidung, Torwartausrüstung, Bälle, Taschen: dort spart ein Verein echtes Geld ohne jedes Risiko. Bei Spielsätzen lohnt es nur, wenn von Anfang an genug Reserve mitgekauft wird, um zwei Jahre Zugang abzudecken, und wenn im dritten Jahr ohnehin ein neuer Satz geplant ist. Wer statt dessen laufende Ware nimmt, zahlt heute mehr und behält die Möglichkeit, in zwei Jahren drei Trikots nachzukaufen, was unter dem Strich oft günstiger ist. Die Lieferfähigkeit einer Serie klärt sich vorher über die Kollektionen.
Eine Frage entscheidet den Fall am schnellsten, und sie steht in keinem Angebot: Wie viele Stück liegen in den Größen, die dieser Kader wirklich braucht? Ist die Antwort kleiner als der Kader plus zwei, ist es kein Spielsatz, sondern Trainingsware.
Ware aus einer Serie, die der Hersteller nicht mehr produziert, meist weil eine neue Kollektion sie ersetzt hat. Technisch ist sie neu und unbenutzt, wirtschaftlich ein Abverkauf, und organisatorisch die einzige Ware, bei der garantiert nichts nachkommt.
Der Abstand zum regulären Preis schwankt stark und hängt daran, wie lange die Serie schon ausgelaufen ist und wie viel noch im Lager liegt. Eine belastbare Prozentzahl gibt es nicht; belastbar ist nur der Vergleich des konkreten Angebots mit dem aktuellen Katalogpreis derselben Teilekategorie.
Ja, und für eine Mannschaft, die den Satz zwei Jahre trägt und danach ersetzt, ist es die günstigste Lösung überhaupt. Riskant wird es, sobald nachbestellt werden muss: ein Zugang in der Rückrunde bekommt kein passendes Trikot mehr. Wer das einkalkuliert, kauft Reserve gleich mit; der Kostenrechner führt sie als eigene Zeile.
Glatte Ware ja, sublimierte Ware praktisch nicht. Bei einem eingefärbten Muster sitzt ein zusätzliches Motiv als Folie darauf und hebt sich optisch ab, außerdem altert es anders als der Rest. Welches Verfahren wo hält, steht auf Trikot bedrucken.
An drei Stellen: Gummizüge im Bund verlieren Spannung, Klebekanten von aufgebrachten Logos werden hart und lassen sich anheben, und weiße Ware zieht am Kragen einen leichten Gelbstich. Alles drei ist bei Ware unter drei Jahren selten und darüber häufig.
Für Trainingskleidung ja, für Spielsätze selten. Jugendkleidung wird weitergegeben, und wer nachrückt, braucht dieselbe Farbe in einer anderen Größe, und genau das kann ein Auslaufmodell nicht liefern. Ein durchgehender Satz aus laufender Serie ist über vier Jahre gerechnet meist günstiger.
Bei denselben Anbietern, die auch die laufenden Kollektionen führen; Abverkauf ist dort ein eigener Bereich. Entscheidend ist nicht die Quelle, sondern die Prüfung: verfügbare Größen, keine Nachlieferung, Farbton, Druckfähigkeit, Lageralter.
Die Menge nach Gesamtstückzahl zu beurteilen statt nach Größenverteilung. Ein Angebot über dreißig Trikots klingt nach mehr als genug und besteht in der Praxis aus zwanzig Teilen in zwei Größen, die im Kader kaum vorkommen. Erst die Größenliste macht ein Angebot vergleichbar.
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