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Trikotsatz: Kosten berechnen und den Preis je Spieler ermitteln

Die Kosten pro Spieler entstehen aus vier Posten und einer Gegenrechnung: Spielkleidung, Druck, Reserve, Versand, und dem, was ein Sponsor davon übernimmt. Der Rechner führt sie zusammen und zeigt jeden Zwischenschritt, damit sich die Zahl von Hand berechnen und im Vorstand nachprüfen lässt.

Schreibtisch mit Tischrechner, aufgeschlagenem Durchschlagblock mit leeren Spalten, ein paar Münzen und einem zusammengelegten Trikot
Abb. 1 · Der Preis pro Person entsteht nicht im Konfigurator, sondern auf dem Block daneben: Stückzahl, Aufpreise, Gegenrechnung.

Feld 02 · Kalkulation

Trikotsatz: Kosten berechnen und den Preis pro Spieler ermitteln

Die Stückpreise stehen im Angebot des Anbieters; hier eintragen, was dort steht. Der Rechner führt sie zusammen und legt jeden Zwischenschritt offen.

Kader
Teile je Spieler, Stückpreis in Euro
Druck je Trikot, Aufpreis in Euro
Gegenrechnung

Ergebnis

Ausgestattete Personen
Spielkleidung
Druck
Versand und Sonstiges
Satz gesamt
Sponsorbeitrag
Verbleibt beim Verein
Kosten je Person
Eigenanteil je Person

Die fünf Posten eines Trikotsatzes, und der Anteil des Sponsors

Vier davon stehen in der Erstkalkulation, der fünfte kommt später und lässt sich vorwegnehmen.

01

Spielkleidung

Trikot, Hose, Stutzen je Person, dazu abweichende Torwarttrikots. Der größte Einzelposten und der einzige, der linear mit dem Kader wächst.

02

Druck

Nummer, Name, Wappen, Sponsor. Wird pro Trikot berechnet und ist deshalb der Posten, der bei großem Kader am stärksten zuschlägt.

03

Reserve

Zwei bis drei Sätze über den gemeldeten Kader hinaus. Kostet sofort und spart später den Nachbestellzuschlag samt Lieferzeit.

04

Versand

Einmalig, oft ab einem Bestellwert entfallend; der Posten, bei dem sich Sammelbestellungen mehrerer Mannschaften rechnen.

05

Nachbestellung

Nicht in der Erstkalkulation, aber einplanbar: der Preis eines Einzelteils liegt fast immer über dem Satzpreis pro Stück.

Warum der Preis pro Spieler die einzige belastbare Zahl ist

Eine Satzsumme sagt im Verein wenig. Sie ist groß, sie erschreckt, und sie lässt sich mit nichts vergleichen. Der Preis pro Spieler dagegen ist die Zahl, an der eine Entscheidung hängt: er entscheidet, ob ein Elternbeitrag zumutbar ist, ob ein Sponsorbeitrag reicht und ob der Verein einen Satz für zwei Mannschaften gleichzeitig stemmen kann.

Maßband über die Brust eines flach liegenden weißen Sporttrikots gespannt, daneben ein Bleistift
Abb. 2 · Jede Position im Rechner entspricht einer Zeile im Angebot. Wer beide nebeneinanderlegt, findet Abweichungen sofort.

Damit diese Zahl belastbar ist, müssen drei Fehler vermieden werden. Der erste ist die unterschlagene Reserve: wer den Satz durch die gemeldeten Spieler teilt statt durch alle ausgestatteten Personen, rechnet sich einen zu günstigen Wert und muss in der Rückrunde nachfordern. Der zweite ist der Sponsor als Rabatt: ein Beitrag senkt nicht den Stückpreis, sondern die Gesamtsumme, und diese Unterscheidung entscheidet, wie viel beim Verein hängen bleibt. Der dritte ist der Druck als Nebensache: bei einem Kader von zwanzig Personen summiert er sich schnell auf ein Drittel des Ganzen.

Wer die Kosten pro Spieler seriös nennen will, braucht deshalb keinen Marktpreis, sondern das eigene Angebot und fünf Rechenschritte. Genau die legt der Rechenweg unter dem Ergebnis offen: Personen, Spielkleidung, Druck, Summe, Abzug. Damit lässt sich die Zahl mit einem Taschenrechner kontrollieren, und ein Trikotsatz mit Sponsor wird zu einer Rechnung, die im Protokoll steht, statt zu einer Schätzung, die später korrigiert werden muss.

Ein Hinweis zur Reserve, weil sie die Zahl je Person spürbar bewegt: sie gehört in die Rechnung als eigene Zeile und nicht als Aufschlag am Ende. Nur so bleibt sichtbar, was ein zusätzliches Trikot heute kostet und was es im Februar kosten würde.

Häufige Fragen

Wie werden die Kosten pro Spieler richtig berechnet?

Indem der komplette Satz durch die Zahl der ausgestatteten Personen geteilt wird, nicht durch die Zahl der Trikots. Wer die Reserve unterschlägt, rechnet den Trikotsatz künstlich günstig und stellt am Ende einen zu niedrigen Betrag in Aussicht. Der Rechner oben führt beide Zahlen: Kosten pro Spieler und Eigenanteil pro Spieler nach Abzug des Sponsors.

Warum stehen im Rechner keine Preise vorgegeben?

Weil ein veröffentlichter Preis binnen einer Saison veraltet und für die meisten Vereine ohnehin falsch ist: Konditionen hängen an Kollektion, Menge und Verhandlung. Die Voreinstellungen sind Platzhalter zum Überschreiben; verbindlich ist das Angebot, das dem Verein vorliegt.

Wie viel Reserve ist sinnvoll?

Zwei bis drei Garnituren über den gemeldeten Kader. Der Grund ist nicht Verschleiß, sondern Zugang: in fast jeder Rückrunde kommt jemand dazu, und ein Nachkauf kostet den Einzelteilpreis plus Rüstkosten für den Druck plus Wartezeit. Wer den Trikotsatz mit Sponsor finanziert, sollte die Reserve deshalb in den Betrag einrechnen, nicht danach.

Wie wird ein Sponsorbeitrag korrekt gegengerechnet?

Als Abzug von der Gesamtsumme, nicht als Rabatt pro Stück. Danach bleibt der Eigenanteil des Vereins, und erst dieser wird auf die Personen verteilt. Der Rechner begrenzt den Beitrag automatisch auf die Satzsumme, damit kein negativer Eigenanteil entsteht. Vertragliche Fragen dazu stehen unter Sponsoring.

Zählen Torhüter anders in die Kalkulation?

Ja, in zwei Punkten: Torwarttrikots sind meist teurer als Feldspielertrikots und werden zusätzlich zum Feldspielersatz beschafft, weil ein Torhüter sich farblich von beiden Mannschaften unterscheiden muss. Der Rechner behandelt sie deshalb als eigene Zeile und rechnet Hose und Stutzen für alle Personen gleich.

Was kostet ein Trikotsatz mit Sponsor am Ende wirklich?

Die Frage lässt sich nur mit dem eigenen Angebot beantworten, aber die Struktur ist immer dieselbe: Spielkleidung plus Druck plus Nebenkosten minus Sponsorbeitrag, geteilt durch die Personen. Genau diese fünf Schritte legt der Rechenweg unter dem Ergebnis offen, damit die Zahl im Vorstand nachvollziehbar ist.

Sollte der Druck getrennt ausgewiesen werden?

Ja. Der Druck ist der Posten, an dem sich am leichtesten sparen lässt, ohne die Qualität der Kleidung zu senken: ein Satz ohne Spielernamen kostet pro Trikot deutlich weniger und ist im Amateurbereich nirgends vorgeschrieben. Die Aufpreise je Position lassen sich unter Druckpreise feiner aufschlüsseln.

Lässt sich die Kalkulation für eine Vorstandssitzung ausdrucken?

Ja, über die Drucktaste. Das Blatt enthält die Eingaben, das Ergebnis und den Rechenweg: genug, um daraus einen Beschluss zu formulieren, und wenig genug für einen Tagesordnungspunkt.