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Trikot selbst gestalten: der Designer mit Vorlagen für den Kader

Wer im Verein ein Trikot selbst gestalten will, braucht keinen Warenkorb, sondern ein Blatt, das den Entwurf zeigt. Der Designer stellt sechs Vorlagen, freie Farben für Grundfläche, Zweitfarbe, Ärmel und Kragen sowie Nummer, Name und Sponsorfeld, und gibt das Ergebnis als Bild oder Ausdruck heraus.

Übereinandergelegte Trikot-Umrisse auf Transparentpapier über einem Leuchttisch, daneben ein Stahllineal, ein magentafarbener Stift und ein aufgefächertes Farbmusterheft
Abb. 1 · Vorlagen für den Kader beginnen als Schnitt und Musterkarte, nicht als Bildschirmfarbe.

Feld 01 · Entwurf

Trikot selbst gestalten: der Designer für den Verein

Farben, Muster, Nummer und Name einstellen: die Vorschau rechts ändert sich mit. Der Entwurf lässt sich als Bild speichern oder direkt drucken und im Vorstand herumgeben.

Farben
Muster
Beschriftung
Ansicht
Vorschau des entworfenen Trikots MUSTER 10

Rückseite: Nummer und Name.

Sechs Vorlagen für den Kader, und warum es nicht mehr sind

Ein Trikot selbst gestalten heißt im Verein fast immer: innerhalb dessen bleiben, was ein Hersteller ohne Sonderanfertigung produziert. Die sechs Vorlagen für den Kader sind deshalb keine Auswahl aus Geschmacksgründen, sondern die Formen, die in praktisch jeder Teamsport-Kollektion vorkommen: einfarbig, Längs- und Querstreifen, halbe Teilung, Diagonalband, Schulterkeil. Ein Entwurf in einer dieser Formen lässt sich fast überall umsetzen. Eine frei gezeichnete Fläche dagegen führt zur Rückfrage, zur Sonderkalkulation und meist zu einer Mindestmenge, die ein Amateurverein nicht erreicht.

Zugeschnittenes Trikotpaneel auf einer Werkbank, daneben aufgefächerte Stoffmusterkarten und ein Maßband
Abb. 2 · Die Vorlage entscheidet, wie viele Nahtstellen ein Trikot hat. Jede zusätzliche Farbfläche ist eine zusätzliche Naht.

Die zweite Begrenzung der Vorlagen für den Kader ist die Zahl der Farbflächen. Jede Fläche, die eine eigene Farbe bekommt, ist ein eigener Zuschnitt und eine eigene Naht. Zwei Farben sind Standard, drei sind üblich, vier machen das Trikot teurer und die Nachbestellung schwieriger, weil mehr Einzelteile lagerhaltig bleiben müssen. Wer ein Trikot selbst gestalten und in zwei Jahren drei Stück nachkaufen will, fährt mit zwei Farben deutlich sicherer.

Bleibt der Kontrast, und der ist der einzige Punkt, an dem ein Entwurf sportlich scheitern kann. Die Rückennummer muss aus etwa zehn Metern lesbar sein, und das entscheidet sich nicht an ihrer Größe, sondern am Helligkeitsunterschied zum Grund. Ein Entwurf mit dunkler Nummer auf dunkler Grundfarbe wirkt auf dem Bildschirm elegant und ist auf dem Platz unbrauchbar. Wer die Vorschau auf die Rückseite stellt und einen Schritt zurücktritt, sieht das in fünf Sekunden. Die Vorgaben dazu und ein Nummernplan für den ganzen Kader stehen unter Rückennummern und Namen, die Frage der Farbkollision mit dem Gegner unter Trikotfarben.

Der Ausdruck hat danach zwei Aufgaben, und die zweite ist die wichtigere. Zuerst ist er die Beschlussvorlage: ein Vorstand stimmt über ein Bild ab und nicht über den Satz „magenta mit weißen Ärmeln“, den sich fünf Personen unterschiedlich vorstellen. Danach ist er das Gedächtnis der Bestellung. Wenn der gelieferte Satz von dem abweicht, was besprochen war, liegt ein datiertes Blatt vor, auf dem steht, was beschlossen wurde, und die Klärung mit dem Anbieter dauert einen Anruf statt eines Abends.

Was der Entwurf nicht leistet, gehört zur ehrlichen Beschreibung dazu. Die Bildschirmfarbe ist keine Stofffarbe: derselbe Wert fällt auf glattem Interlock satter aus als auf offenem Mesh, und keine Vorschau kann das vorwegnehmen. Verbindlich ist allein die Musterkarte des Herstellers, und ein Verein, der eine ungewöhnliche Farbe plant, lässt sie sich vor der Bestellung zeigen. Der Designer ersetzt diesen Schritt nicht, er macht nur alles davor schneller.

Häufige Fragen

Kann man mit diesem Designer ein Trikot selbst gestalten und bestellen?

Gestalten ja, bestellen nein. Der Designer erzeugt einen Entwurf zum Ansehen, Speichern und Ausdrucken; er ist an keinen Händler angebunden und schickt nichts weg. Wer bestellen will, nimmt den Ausdruck mit in den Konfigurator des gewählten Anbieters; welcher davon welche Freiheiten lässt, steht im Vergleich.

Welche Vorlagen für den Kader stehen zur Wahl?

Sechs Grundmuster: einfarbig, Längsstreifen, Querstreifen, halb geteilt, Diagonalband und Schulterkeil. Das sind die Formen, die praktisch jeder Hersteller im Programm hat. Ein Entwurf in einer dieser sechs Vorlagen lässt sich deshalb fast überall umsetzen, ein freihändig gezeichneter oft nicht.

Werden die Entwürfe gespeichert?

Nein. Der Designer läuft vollständig im Browser, es gibt keine Anmeldung, kein Konto und keine Übertragung an einen Server. Wer einen Entwurf behalten will, speichert ihn als Bild oder druckt ihn; nach dem Schließen des Reiters ist er weg.

Warum sieht die Farbe im Designer anders aus als auf dem Trikot?

Weil ein Bildschirm Licht mischt und ein Trikot Farbstoff. Dieselbe Farbe fällt auf Mesh matter aus als auf glattem Interlock, und kräftige Töne wirken auf dem Monitor gesättigter als auf Polyester. Bei kritischen Vereinsfarben ersetzt nur eine Musterkarte des Herstellers die Vorschau.

Wie groß sollte die Rückennummer sein?

Die Spielordnungen verlangen Lesbarkeit statt exakter Millimeter, in der Praxis bewähren sich etwa 25 bis 30 Zentimeter Höhe bei Erwachsenen. Wichtiger als die Größe ist der Kontrast: eine dunkle Nummer auf dunklem Grund ist auch groß nicht lesbar. Die Regeln dazu stehen unter Rückennummern und Namen.

Kann das Vereinswappen in den Designer geladen werden?

Nein, und das ist Absicht. Ein hochgeladenes Wappen würde eine Datei in den Browser holen, die der Designer nicht braucht, und einen Entwurf erzeugen, der über die sechs Vorlagen hinausgeht, also über das, was die Hersteller ohne Rückfrage umsetzen. Das Wappen kommt im Konfigurator des Anbieters dazu, wo auch das Dateiformat geprüft wird.

Taugt der Entwurf als Vorlage für einen Beschluss im Verein?

Genau dafür ist die Druckfunktion gedacht. Ein Blatt mit Vorder- und Rückseite, den eingestellten Farben und der Nummer lässt einen Vorstand über ein Bild abstimmen statt über eine Beschreibung, und hält später fest, was beschlossen wurde, wenn der bestellte Satz davon abweicht.

Funktioniert der Designer auf dem Telefon?

Ja, die Vorschau rutscht dort unter die Eingabefelder. Für die Farbwahl ist ein größerer Bildschirm angenehmer, weil zwei Töne nebeneinander besser zu beurteilen sind als einzeln nacheinander.