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Laufzeit der Serie
Die einzige Angabe, die über zwei Jahre entscheidet. Eine Kollektion läuft typisch zwei bis vier Jahre; danach ist kein Einzelteil mehr in derselben Farbe zu bekommen.
Blatt 22 · Ausstattung
Ausgabe immergültig
Weiße Ausfertigung · Durchschlag rosa
Teamwear für Vereine besteht aus vier Linien mit vier verschiedenen Anforderungen, und nur eine davon ist heikel. Wer Kollektionen im Vergleich betrachtet, sollte deshalb nicht mit der Farbe beginnen, sondern mit der Laufzeit der Serie: sie entscheidet, ob im dritten Jahr ein einzelnes Trikot nachkommt.
Geordnet nach Anspruch: die erste Zeile bindet den Verein über Jahre, die letzte gar nicht.
| Linie | Teile | Gewebe | Wäsche | Bindung |
|---|---|---|---|---|
| Spieltag | Trikot, Hose, Stutzen, Torwarttrikot | leichtes Mesh oder Interlock, hoher Feuchtetransport | wöchentlich, oft mehrmals | muss über Jahre identisch bleiben |
| Training | Shirt, Shorts, Trainingsjacke, Trainingshose | robusteres Interlock, teils angeraut | mehrmals wöchentlich | darf gemischt sein |
| Präsentation | Präsentationsjacke, Stadionjacke, Polo | schwerere Ware, oft mit Futter | selten | darf über Jahre wachsen |
| Casual | Hoody, Jogginghose, Mütze, Tasche | Baumwollmischung oder Fleece | privat, unregelmäßig | völlig frei |
Jedes lässt sich an jedem Katalog abfragen, und jedes bleibt gültig, wenn die Serie wechselt.
01
Die einzige Angabe, die über zwei Jahre entscheidet. Eine Kollektion läuft typisch zwei bis vier Jahre; danach ist kein Einzelteil mehr in derselben Farbe zu bekommen.
02
Reicht er von Kindergrößen bis zur größten Herrengröße, und gibt es Damenschnitte? Eine Kollektion ohne Damenschnitt zwingt halbe Mannschaften in Herrenware.
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Lassen sich Damen-, Herren- und Kindergrößen innerhalb eines Satzes bestellen? Bei Jugendmannschaften mit großen Altersunterschieden ist das die entscheidende Frage.
04
Wie viele Farben führt die Linie, und ist der Vereinston darunter? Zwei Töne Abweichung sind auf dem Platz sichtbar, im Katalog nicht.
05
Führt die Kollektion abweichende Torwarttrikots, oder muss dafür auf eine zweite Serie ausgewichen werden? Letzteres bricht das Gesamtbild.
06
Wie lange dauert ein einzelnes Teil im laufenden Jahr? Zwei Wochen sind unkritisch, acht bedeuten, dass ein Zugang die halbe Rückrunde ohne Trikot spielt.
Zuerst fragen
Merkmal 1, die Laufzeit der Serie, entscheidet mehr als die übrigen fünf zusammen. Sie steht in keinem Katalog und ist eine Frage an den Anbieter, die vor der Farbwahl gestellt werden sollte.
Teamwear für Vereine wird meist als eine Entscheidung behandelt und besteht aus vier. Das ist teuer, weil es die schwierigste Linie mit den einfachen zusammenzwingt. Nur der Spielsatz muss über Jahre identisch bleiben, farblich zugelassen sein und sich einzeln nachbestellen lassen. Trainingskleidung darf gemischt sein, Präsentationsware wächst über Jahre, und Casual-Teile kaufen Mitglieder privat, wann es ihnen passt.
Wer diese Trennung mitmacht, gewinnt zweifach. Erstens lässt sich die schwierige Entscheidung auf sechs prüfbare Merkmale reduzieren, statt sie mit Geschmacksfragen zu vermischen. Zweitens werden die drei einfachen Linien zu dem, was sie sein sollten: der Ort, an dem ein Verein spart, ohne dass es am Spieltag auffällt. Restposten sind dort ausdrücklich sinnvoll, während sie beim Spielsatz zur Falle werden; die Abgrenzung dazu steht unter Restposten.
Bleibt der Punkt, an dem Kollektionen im Vergleich am häufigsten falsch beurteilt werden: das Gewebe. Es ist im Katalog eine Zeile und im dritten Jahr der Unterschied zwischen einem Satz, der noch brauchbar ist, und einem, der ersetzt werden muss. Leichtes Mesh trocknet schneller und verträgt häufige Wäsche besser; glattes Interlock trägt den Druck stabiler und hält Kanten länger. Beides ist eine Abwägung, keine Qualitätsfrage, und beides bemerkt ein Verein erst, wenn die Farbe längst niemanden mehr interessiert. Was das für die Pflege bedeutet, steht unter Material und Pflege.
Der Einsatz, und daraus folgt alles andere. Spieltagsware muss leicht sein, Feuchtigkeit abführen und über Jahre identisch nachbestellbar bleiben. Trainingsware ist robuster und darf gemischt sein. Präsentationskleidung ist schwerer und wird selten gewaschen. Casual-Teile kaufen Mitglieder privat. Nur die erste Linie ist regulatorisch und organisatorisch anspruchsvoll.
Üblich sind zwei bis vier Jahre, verbindlich ist nur die Aussage des Herstellers. Das ist die wichtigste Angabe überhaupt bei der Wahl, weil sie darüber entscheidet, ob im dritten Jahr ein einzelnes Trikot in derselben Farbe nachkommt. Wer sie nicht erfragt, kauft blind.
Innerhalb der Spieltagslinie ja, sonst nein. Trikot, Hose und Stutzen eines Satzes sind farblich aufeinander abgestimmt, und dieselbe Farbbezeichnung fällt zwischen zwei Serien unterschiedlich aus. Training, Präsentation und Casual dürfen dagegen aus verschiedenen Linien stammen, ohne dass es auffällt.
Weil Kollektionen jährlich wechseln und eine namentliche Gegenüberstellung binnen einer Saison falsch wäre, auf einer Seite, deren Wert darin liegt, dass ihre Angaben stimmen. Was bleibt, sind die sechs Merkmale, die jede Kollektion hat: Laufzeit, Größenlauf, Mischbarkeit, Farbtiefe, Torwartlinie, Nachbestellzeit. Die lassen sich an jedem Katalog abfragen. Welche Hersteller den deutschen Teamsport überhaupt bedienen, steht unter Hersteller.
Das hängt an Kadergröße, gewählten Linien und Druck. Der Kostenrechner führt diese Größen zusammen; sinnvoll ist, zuerst nur die Spieltagslinie zu rechnen und Training, Präsentation und Casual als getrennte Entscheidungen zu behandeln; sie sind zeitlich nicht gebunden.
Nicht alle Linien führen sie, und das ist ein hartes Auswahlkriterium für Vereine mit Frauen- oder gemischten Mannschaften. Fehlt der Damenschnitt, bleibt nur Herrenware in kleineren Größen, was in Schulterbreite und Länge sichtbar nicht passt. Die Frage gehört an den Anfang der Auswahl, nicht ans Ende.
Über drei Saisons deutlich wichtiger. Ein leichtes Mesh trocknet schneller und verzeiht häufige Wäsche besser als glattes Interlock, während Interlock den Druck stabiler trägt. Beide Eigenschaften bemerkt ein Verein erst im zweiten Jahr, die Farbe dagegen sofort, weshalb sie in der Diskussion überwiegt und in der Wirkung nicht.
Bei Training, Präsentation und Casual jederzeit. Bei der Spieltagslinie nicht sinnvoll: alle Feldspieler müssten gleichzeitig wechseln, weil ein gemischter Satz aus zwei Serien farblich auseinanderfällt. Der Wechsel gehört deshalb in die Sommerpause; der Ablauf dazu steht unter Ausrüsterwechsel.
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