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Kein Ansprechpartner
Ein Shop ohne benannte Person hinter ihm bleibt nach der ersten Saison unbeantwortet. Das ist der häufigste Grund, warum Fanshops einschlafen.
Blatt 21 · Ausstattung
Ausgabe immergültig
Weiße Ausfertigung · Durchschlag rosa
Einen Vereinsshop einrichten löst ein organisatorisches Problem, kein wirtschaftliches: viele kleine Bestellwünsche zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ein Fanshop für den Verein ist dafür der kürzeste Weg. Es gibt drei Modelle dafür, sie unterscheiden sich in Kosten und Aufwand deutlich, dazu fünf Gründe, aus denen Fanshops nach einer Saison wieder einschlafen.
Sie unterscheiden sich nicht im Ergebnis, sondern darin, wer Aufwand und Risiko trägt.
| Modell | Wie es läuft | Laufende Kosten | Aufwand | Passt zu |
|---|---|---|---|---|
| Sammelbestellung nach Frist | Der Verein sammelt Wünsche über ein Formular, bestellt einmal und verteilt selbst. | keine laufenden | hoch im Bestellfenster, danach null | kleine Vereine, ein bis zwei Aktionen pro Jahr |
| Dauerhafter Shop beim Ausrüster | Der Anbieter betreibt eine Seite mit der Kollektion des Vereins, Mitglieder kaufen dort direkt. | meist keine Grundgebühr, dafür Endkundenpreise | einmalig einrichten, danach gering | Vereine mit stetiger Nachfrage über das Jahr |
| Eigener Shop des Vereins | Der Verein kauft ein, lagert und verkauft in eigener Rechnung. | Kapitalbindung im Lager, Ausfallrisiko | dauerhaft: Bestand, Versand, Rückgaben | große Vereine mit besetzter Geschäftsstelle |
Alle fünf lassen sich vor der Einrichtung ausräumen, keiner davon danach.
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Ein Shop ohne benannte Person hinter ihm bleibt nach der ersten Saison unbeantwortet. Das ist der häufigste Grund, warum Fanshops einschlafen.
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Wird die Serie eingestellt, zeigt der Shop Artikel, die niemand mehr liefern kann. Wer einen dauerhaften Shop plant, klärt die Verfügbarkeit vor der Einrichtung.
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Ohne Musterteile zum Anfassen kommen Rückgaben, und Rückgaben sind bei bedruckter Ware ausgeschlossen. Ein Satz Anprobeteile im Vereinsheim löst mehr als jede Größentabelle.
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Wenn der Verein auf jeden Artikel etwas aufschlägt, entsteht eine Buchhaltungspflicht, die niemand eingeplant hat. Sauberer ist der Einkaufspreis ohne Aufschlag.
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Vierzig Artikel klingen gut und binden Aufmerksamkeit. Sechs bis acht gut gewählte Teile verkaufen sich besser und lassen sich nachbestellen.
Einen Vereinsshop einrichten dauert technisch einen Nachmittag; ein Fanshop für den Verein ist danach organisatorisch eine Daueraufgabe. Die Einrichtung übernimmt in der Regel der Ausrüster: Kollektion hinterlegen, Vereinswappen einbinden, Adresse freischalten. Was danach kommt, übernimmt niemand automatisch: Größenfragen, Nachbestellungen, Reklamationen, das Ende einer Serie. Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob der Shop nach zwei Jahren noch benutzt wird oder als toter Link auf der Vereinsseite steht.
Tragfähig ist eine Aufteilung auf drei Rollen. Der Zeugwart kennt Größen und Bestand und beantwortet die häufigste Frage überhaupt, nämlich welche Größe passt. Der Kassenwart regelt Zahlungen und hält fest, ob zum Einkaufspreis abgegeben wird, was die buchhalterisch einfachste Variante ist. Und eine benannte Person steht nach außen als Ansprechpartner, damit Anfragen nicht in einem allgemeinen Postfach liegen bleiben. Fehlt die dritte Rolle, schläft der Shop ein, obwohl technisch alles funktioniert.
Der zweite Punkt, an dem ein Vereinsshop scheitert, ist die Rückgabe. Sobald ein Teil mit Namen, Nummer oder Wappen versehen ist, gilt es als Einzelanfertigung: es lässt sich nicht widerrufen und nicht weiterverkaufen. Ein Satz Anprobeteile in den gängigen Größen, der im Vereinsheim liegt und angezogen werden darf, verhindert diese Fälle zuverlässiger als jede Maßtabelle. Wer ihn nicht hat, sollte im Shop wenigstens auf die Körpermaße verweisen statt auf S, M und L, weil dieselbe Konfektionsgröße bei zwei Herstellern zwei verschiedene Schnitte bedeutet.
Und ein Satz gehört auf jede Shopseite: dass bedruckte Ware nicht zurückgeht. Er kostet nichts und erspart die unangenehmste Unterhaltung, die ein Shop erzeugen kann.
Ein Weg, Vereinskleidung an Mitglieder und Angehörige abzugeben, ohne dass der Vorstand jede Einzelbestellung von Hand abwickelt. Das reicht von einer Sammelbestellung mit Frist bis zu einer dauerhaften Seite beim Ausrüster. Alle Modelle lösen dasselbe Problem: viele kleine Wünsche zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Bei einer Sammelbestellung nichts außer Zeit. Ein dauerhafter Shop beim Ausrüster ist in der Regel ohne Grundgebühr zu haben; bezahlt wird über die Endkundenpreise, die höher liegen als der Vereinseinkauf. Nur ein Shop in eigener Rechnung kostet echtes Geld, weil Ware im Lager gebunden wird.
Sobald der Verein selbst verkauft und auf den Einkaufspreis aufschlägt, entsteht ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb mit allem, was dazugehört. Wer das vermeiden will, gibt zum Einkaufspreis ab oder lässt den Ausrüster direkt an die Mitglieder verkaufen. Im Zweifel ist das eine Frage für den Steuerberater des Vereins, nicht für eine Website.
Sechs bis acht. Ein Trikot, eine Trainingsjacke, ein Hoody, ein Polo, eine Tasche, eine Mütze. Mehr wird selten gekauft und macht die Pflege unverhältnismäßig. Ein schmales Angebot lässt sich außerdem nachbestellen, ein breites veraltet in Teilen.
Am tragfähigsten ist die Kombination aus Zeugwart für Größen und Bestand und Kassenwart für Zahlungen, mit einer benannten Person als Ansprechpartner nach außen. Ohne diese dritte Rolle bleiben Anfragen liegen, und ein Shop, auf den niemand antwortet, schläft binnen einer Saison ein.
In der Regel nicht. Sobald ein Teil mit Namen, Nummer oder Vereinswappen versehen ist, gilt es als Einzelanfertigung, und das gesetzliche Widerrufsrecht für Fernabsatz greift dafür nicht. Deshalb ist ein Satz Anprobeteile im Vereinsheim wichtiger als jede Größentabelle; die Maße dazu stehen unter Größentabellen.
So lange die Kollektion lieferbar ist, meist zwei bis vier Jahre. Danach zeigt der Shop Artikel, die es nicht mehr gibt. Wer einen dauerhaften Shop einrichtet, fragt vorher nach der geplanten Laufzeit der Serie und notiert sich das Ende; Details dazu unter Teamwear-Kollektionen.
Als dauerhafte Einrichtung selten, als Sammelbestellung fast immer. Zwei Aktionen im Jahr, eine vor der Saison und eine vor Weihnachten, decken den Bedarf der meisten Vereine ab und kostet nichts außer einem Formular und einer Frist.
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